Patienten fühlen sich für ihre eigene Gesundheit verantwortlich

Vier von fünf Erwachsenen suchen auf eigene Faust nach Informationen rund um Gesundheit und Krankheit. Das zeigt eine Studie der Bertelsmann Stiftung. Mehr als ein Drittel der Befragten sammeln schon vor dem Arztbesuch Informationen und lassen diese in das Gespräch mit dem Arzt einfließen. Die Studie der Bertelsmann Stiftung belegt, dass das Interesse an gesundheitsrelevanten Informationen stark ausgeprägt ist. Der Großteil der Patienten bezieht sein medizinisches Wissen aus Zeitungen und Zeitschriften (66 Prozent). 40 Prozent suchen im Internet. [Wieviele in der Bibliothek suchen, erfahren wir leider erst Ende des Jahres, wenn die Studie erscheint.]Print- und Online-Medien bieten zwar eine Fülle an Gesundheits-Informationen; ob die Informationen aber verlässlich sind, können Laien oft nicht erkennen. Eine Qualitätssicherung fehlt. „Aufgabe der Gesundheitspolitik sollte es sein, den Versicherten verlässliche Quellen [Bibliotheken!] zu nennen“, fordert Melanie Schnee. Die Informationen müssten nicht nur korrekt sondern auch leicht zugänglich und verständlich sein. Nur ein aufgeklärter Patient könne Versorgungsleistungen bewusst in Anspruch nehmen und gezielt vorbeugen.

Impressum und erstes Blogposting

Das alte Impressum war 8 Jahre, 9 Monate und 14 Tage unter der Adresse http://medinfo.netbib.de/archives/2004/03/24/14 online:

Warum wurde der med info weblog gegründet? – Angesichts des 10-jährigen Jubiläums der Liste medibib-l schrieb ich dort: Ob die Mailingliste allerdings auch in den kommenden Jahren noch Sinn macht, weiß ich nicht – ich lasse sie einfach weiterlaufen. Als ersten Schritt zu neuen Ufern habe ich aber als (zukünftigen) Ersatz bzw. Ergänzung ein Weblog gegründet. Es heißt “medizin & information” und wird bei Twoday gehostet (jetzt bei netbib, Danke Edlef!). Weblogs sind laut Der ZEIT Website-”Tagebücher” für jedermann. Das Schreiben und Ordnen der Inhalte ist dabei fast so einfach, wie das Lesen selber. Es werden noch zuverläßige und gar nicht schreibfaule Mitstreiter gesucht! Sie können das Weblog gemeinsam mit mir und weiteren Mitstreitern mit Informationen füllen und so zu einem Portal für medizinbibliothekarische Infos (im weitesten Sinne) machen. (Der im Aufruf von 1994 zur Gründung von medibib-l genannte Satz gilt übrigens unverändert: Ich wollte Ihnen nur etwas Appetit machen auf eine – neue – Form der Kommunikation, die z.B. auch für die Mitglieder unserer Arbeitsgemeinschaft sehr segensreich sein könnte.) Also: Auf geht’s! Vorwärts zu den Herausforderungen der nächsten 10 Jahre!

medinfo: Alles was ein Medizinbibliothekar wissen sollte.

Nachtrag: Die AGMB-Mitgliederzeitschrift medizin – bibliothek – information wurde aufgeteilt in einen Teil bei German Medical Science (GMS) und einen beim medinfo Weblog. Der GMS-Teil publiziert peer-reviewte Original- und Forschungartikel, medinfo nimmt die aktuellen Meldungen, Kolumnen und sonstigen Beiträge auf. medinfo wird damit zum zweiten Publikationsorgan der AGMB.

Ansprechpartner und verantwortlich nach dem Teledienstegesetz für den Inhalt dieser Seiten ist:

Dr. Oliver Obst
Zweigbibliothek Medizin, Universitäts- & Landesbibliothek Münster
Domagkstrasse 9, 48149 Münster, Deutschland
Tel: +49/251.83-58550 Fax: -52583
obsto@uni-muenster.de
www.oliverobst.de

(restauriert von Wayback Machine)

Innovative Informations- und Kommunikationswesen an wissenschaftlichen Bibliotheken: 10 Fragen über Anwendungen und Erfahrungen von Web 2.0 bis Emerging Technologies von Bruno Bauer an Guus van den Brekel, Informationsexperte an der Medizinischen Bibliothek der Universität Groningen

Guus van den BREKEL, Bruno BAUER: Innovative Informations- und Kommunikationswesen an wissenschaftlichen Bibliotheken: 10 Fragen über Anwendungen und Erfahrungen von Web 2.0 bis Emerging Technologies von Bruno Bauer an Guus van den Brekel, Informationsexperte an der Medizinischen Bibliothek der Universität Groningen

Zusammenfassung: Guus van den Brekel, Informationsspezialist und IT-Koordinator an der Zentralbibliothek für Medizin am Universitätszentrum Medizin in Groningen (Central Medical Library, University Medical Center Groningen) ist für Entwicklung und Innovation der Bibliotheksdienste an seiner Bibliothek zuständig (Library Services Development and Innovation). Das aktuelle Interview informiert über die Bedeutung und den Nutzen von Web 2.0 und Emerging Technologies. Angesprochen werden der Nutzen von Blogs und Twitter und die Bedeutung von mobilen Anwendungen für Bibliotheken. Thematisiert wird auch, welche Rolle Bibliotheken zukünftig wahrnehmen sollen.

Schlüsselwörter: Emerging Technologies, Web 2.0, Bibliothek 2.0, Blog, Twitter, mobile Anwendung, Verknüpfung von Daten, Bibliothek, Bibliotheksmitarbeiter, Bibliotheksleiter, Zukunft

E-Books – den Wandel professionell gestalten

Lothar NUNNENMACHER: E-Books – den Wandel professionell gestalten

Zusammenfassung: Selbst wenn die Vorbehalte bei manchen Nutzern noch groß sein mögen – der Trend zu E-Books ist unverkennbar, ähnlich wie vor etwa zehn Jahren der Übergang von gedruckten zu elektronischen Zeitschriften. Zwei Entwicklungen kommen dabei zusammen: zum Einen ein stark steigendes Angebot an wissenschaftlicher monographischer Literatur im elektronischen Format, zum Anderen deutliche Fortschritte bei den technischen Möglichkeiten zur Rezeption von E-Books, insbesondere hinsichtlich der Display-Technologien.
Der Übergang von gedruckten zu elektronischen Büchern stellt die Bibliotheken vor vielfältige neue Herausforderungen – schon alleine durch die immense Quantität des aktuellen und potentiellen Angebots. So hat beispielsweise die ETH-Bibliothek die im Katalog nachgewiesenen E-Books in den letzten Jahren jeweils verdoppelt. 2008 wurden erstmals mehr elektronische als gedruckte Monographien gekauft und nachgewiesen.
Für die Auswahl von E-Books hat die ETH-Bibliothek umfangreiche Kriterien definiert. Zum Nachweis der einzelnen Titel von größeren E-Book-Paketen im Online-Katalog werden die Metadaten in einem komplexen halbautomatischen Verfahren eingespielt. Dabei gibt es für die gedruckte und die digitale Ausgabe jeweils nur eine einzige Titelaufnahme, so dass für Nutzer sofort zu erkennen ist, ob sie das Buch in gedruckter Form ausleihen oder auch direkt auf das E-Book zugreifen können. Ein zentraler Punkt für eine einfache Nachnutzung im Verbund ist die Verlinkung über einen Link-Resolver. Zur stabilen Erfassung der Nutzung von elektronischen Ressourcen wird die Kalkulation einer auf dem Median beruhenden Jahresnutzung beschrieben.
Naturgemäß sind beim relativ neuen Medientyp E-Book viele Entwicklungen noch nicht abgeschlossen und entsprechend viele Fragen offen. Sie reichen von der Gestaltung der Erwerbungsmodelle und der Prozesse von Literaturauswahl und -bearbeitung über mögliche Restriktionen bei der Nutzung und der Einbindung von frei verfügbaren Quellen bis hin zur Nutzung der E-Books in der Fernleihe und der Archivierung.

Schlüsselwörter: E-Books, Erwerbung, Lizenzierung, Medienbearbeitung, Nutzungsstatistik